Eine Aktion von VIA DA VINCI

Was bedeutet Spielen für unsere Kinder?

Heutzutage gibt es für Kinder jeden Alters unzählige Bildungsangebote, Fördergruppen, frühkindliche Entwicklungskurse und wie sie sich alle nennen. Da ist es meist schwer das Richtige für das eigene Kind zu finden. Die Erwartungshaltung ist hoch: alles soll optimal laufen, das Kind gefördert und gefordert werden und das wöchentliche Programm steht schnell. Doch was ist wirklich gut für Kinder und welche Bedeutung hat das Nichts tun?

Spielen, spielen und nochmals spielen! Für Kinder im Alter von 3-6 Jahren ist das freie Spielen nach Lust und Laune das Wichtigste im Tagesablauf. Das heißt nicht, dass Kinder den ganzen Tag allein in ihrem Zimmer sitzen und spielen sollen. Eltern dürfen natürlich mitspielen, Anregungen geben und die Fantasie ihrer Kinder herausfordern. Spielgefährten im selben Alter sind besondere Wegbegleiter. Der soziale Umgang mit anderen Kindern, Freundschaften knüpfen, Enttäuschungen erleben, all das prägt das kindliche Bewusstsein…und zwar positiv! Auch Rückschläge müssen eingesteckt werden können. Kinder sollten auch mal unbeaufsichtigt spielen dürfen. Oft ist die Risikoeinschätzung ohne Mamas warnenden Schrei eine ganz andere. Ist Ihnen schon aufgefallen, dass Ihrem Kind nichts passiert, wenn Sie nicht dabei stehen? Steht man daneben und ermahnt fortlaufend „Vorsichtig…langsam“, geht das Vorhaben des Kindes häufiger schief.

Rollenspiele verstärken die Persönlichkeitsfindung. Toll sind Verkleidungen und Material, um die Spielfreude der Kinder zu unterstützen. Basteln und Malen fördert das Geschick von Händen und Fingern sowie die feinmotorischen Fähigkeiten. Toben, Laufen, Springen, Klettern sollten Kinder unbedingt und schon früh machen! Der Spielplatz bietet, neben den im Kinderzimmer selbst zusammengebauten Hüpfburgen mit Höhle und Rutsche, ein Tobe-Paradies mit dem Zusatzeffekt: Natur! Sportvereine bieten optimale Angebote für die körperliche Auslastung der Kinder. Aber auch hier gilt: nicht zu viel und nicht zu oft!

Aber auch bei all diesen Spielanregungen und Beispielen muss auch mal die Langeweile eintreten. Oft entstehen aus ihr die kreativsten Spielideen.

Für Fernseher und Computer sollten nicht länger als 30 Minuten pro Tag eingeplant werden. Begleiten Sie ihre Kinder dabei und wählen geeignete Sendungen zusammen aus.

Ist es wirklich so einfach? JA!!! Spielen ist deshalb so kostbar für Kinder und ihre Entwicklung, weil es aus eigenem, innerem Antrieb heraus geschieht. Aus Eigeninitiative üben die Kinder Verhaltensweisen, die ihre geistige, soziale, emotionale, motorische, kreative und praktische Entwicklung fördern und das in einer Vielseitigkeit gleichzeitig, die kein noch so gutes Lernprogramm bieten kann (Hedi Friedrich).

Viel Spaß beim Umsetzen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.